Kinder

Mittwoch, 11. Mai 2011

Mama, das ist so kuschelig

Mein Sohn hat heute Morgen beschlossen, das er den Tag in seinem Schlafanzug verbringt. Hm, nicht unbedingt das Outfit, das ich mir für einen Sonntag vorstelle.

Auf meine besorgten Fragen nach seinem Wohlbefinden oder etwaigen Scherzen hin bekam ich die Antwort, dass der „so kuschelig“ ist und er deshalb dieses Wohlfühloutfit nicht verlassen möchte. Und so spielt er heute schon den ganzen Tag in seinem Kuschelschlafanzug und lässt sich auch nicht aus Selbigen heraus locken. Flomarkt, Spielplatz, Karussell, alles keine Argumente, um meinen Sohn in ein straßentaugliches Outfit zu bewegen.

Nun gut, ich will ihm diesen Gammeltag gönnen. Denn auch ich bin gerne mal im Schlabberlook unterwegs und bevorzuge ein legeres Outfit. Und wenn ich ehrlich bin – sein Schlafanzug ist wirklich kuschelig. Flanell und passende Socken – was will man da mehr. vielleicht sollte ich mir auch so ein Teil zulegen.

In diesem Sinne: eine besinnlicher und „kuscheliger“ Sonntag.

Donnerstag, 31. März 2011

Kumpel

„Mama, das ist mein neuer Kumpel.“ Diese Worte drangen an mein Ohr, als ich gerade versuchte, der lauten Kulisse in einem Indoorspielplatz etwas positives Abzugewinnen. Neben mir stand mein Sohn, der mir stolz seinen neuen „Kumpel“ präsentierte.

Da wir erst seit etwa 1 Stunde in diesem Indoorspielplatz weilten, konnte die Freundschaft der Jungs auch nicht älter sein. Trotz alledem war mein Sohn davon überzeugt, dass uns sein neuer Kumpel doch mal zu Hause besuchen könnte.

Auf meine Frage, wie er denn heißt, konnte mein Sohn nicht antworten. Mit solch nebensächlichen Dingen hatte er sich nämlich noch nicht beschäftigt. Und auch die Herkunft des Kumpels wurde noch nicht geklärt. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass er aus der gleichen Gegend wie wir kam, tendierte eher gegen Null. Immerhin befand sich der gerade besuchte Indoorspielplatz etwa 400 km in nördlicher Richtung von unserer Wohnung entfernt. Aber auch diese „Kleinigkeit“ schreckte meinen Kleinen nicht ab. Schließlich kann er doch mit dem Auto kommen.

Ich versprach darauf hin meinem Sohn, dass wir den Jungen bei unserem nächsten Zusammentreffen gerne einmal einladen können. Jetzt sollten sie erst einmal spielen und sich ein wenig kennen lernen. Dass dieses Zusammentreffen wohl nie stattfinden wird, habe ich verschwiegen. Ich hoffe, er kann mir das verzeihen.

Montag, 21. März 2011

Schon wieder eine Erkältung

Meine nächtliche Ruhe wird seit ein paar Tagen empfindlich gestört. Schuld ist ein Virus, der einen unaussprechlichen Namen hat und sich die Schleimhäute meiner Tochter als neuen Hauptwohnsitz ausgesucht hat. Auf gut Deutsch: er hat eine Erkältung. Die gefühlte 86. In diesem Jahr. Nichts Untypisches für diese Jahreszeit.

Das Problem liegt eher darin, dass ich mich noch nicht auf diese Jahreszeit und ihre Begleiterscheinungen eingestellt habe. Wie zum Beispiel eine Erkältung. Wer hat eigentlich so etwas erfunden. Gibt es nicht etwas weniger lästiges? Die Nase tropft – aber nur so lange, wie man sitzt. Legt man sich hin und will schlafen, ist sie schlagartig verstopft. Entsprechende Nebengeräusche sind dann nicht mehr zu vermeiden. Und dann der Husten. Immer dann, wenn ich die gerade am Einschlafen bin. Just in diesem Moment bekommt er einen Hustenanfall. Als ob er nur darauf wartet, das Mutti endlich die Augen zumacht. Ich finde das nicht lustig. Töchterchen schon. Denn kann Mutti nicht schlafen, kann man mit ihr erzählen. Das ist doch auch was.

Freitag, 21. Januar 2011

Prost Neujahr

Heuer war der Jahreswechsel anders als in den letzten Jahren: Wir sind im September Eltern geworden, und daher dreht sich alles um den Nachwuchs. Es ist wundeschön, Kinder zu haben, aber es ist auch eine große Aufgabe und kann sehr anstrengend sein. Unser kleiner Fratz fordert uns ganz schön, und wir hätten fast nicht gemerkt, dass am Kalender "31. Dezember" stand.

Wir hatten aber Glück mit dem Wetter, der Schnee war geschmolzen, es war deutlich wärmer als in den Wochen zuvor. Wir beschlossen also, am Abend spazieren zu gehen. Dazu muss ich erwähnen, dass Caro - so heißt unser Nesthäkchen - am besten im Kinderwagen schläft. Eigentlich schläft sie nur im Kinderwagen, dort dafür aber tief und fest - also warum nicht.

Wir zogen uns also an, packten Caro in den Wagen und starteten los. Es lag eine eigenartige Stimmung über den Wiesen, es war schön, zu spüren, wie ein Jahr das andere ablösen möchte, und wir drehten eine große Runde. Plötzlich wurden die Knallgeräusche immer lauter, wir sahen bunte Raketen am Himmel, und bei einem Blick auf die Uhr stelle ich fest, dass es schon Mitternacht geworden war. Caro schlief, wir hielten uns fest im Arm und betrachteten das Schauspiel. Caro lächelte im Schlaf. Ja, der Jahreswechsel war heuer anders. Prosit Neujahr, Caro!

Dienstag, 30. November 2010

Wo sind sie nur alle hin

Mein Freundeskreis hatte sich nach der Geburt meines Sohnes sehr verändert. Er ist geschrumpft und ist inzwischen so klein, dass man ihn praktisch nicht mehr sieht. Als Mutter ist mal halt nicht mehr so gefragt für Partys und sonstiges.

Ein gutes Beispiel ist meine ehemalige Freundin Sabine. Die scheint inzwischen so unter Alzheimer zu leiden, dass sie es noch nicht einmal schafft, das Telefon in die Hand zu nehmen, um mich anzurufen. Ihre letzten Worte: ich komme mal zum Frühstück. Das ist inzwischen 5 Jahre her. Vielleicht hat sie sich auch nur verlaufen? Nichts genaues weiß man.

Sonntag, 22. August 2010

Taschenlampen, meine Kinder lieben Sie

Wisst Ihr, was ich nie in genügend großer Stückzahl nach Hause bringen kann? Nein? Taschenlampen!

Seien es die richtig handlichen Taschenlampen oder auch kleine, niedliche LED-Lampen für den Schlüsselbund, kaum sind sie zu Hause, sind sie schon weg. Gehamstert und in Beschlag genommen von meinen Kindern.

Denn Taschenlampen sind für meine zwei Beiden das Größte. Sei es am helllichten Tag, wenn sie sich eine Höhle bauen mit Hilfe des Wohnzimmertisches und mehreren Decken oder auch, wenn es am Abend in das Bett geht, die Taschenlampen sind immer und überall dabei.

"Buhhhh - Mami - such uns!" heißt es dann aus dem Kinderzimmer und ich muss im abgedunkelten Zimmer herumtapsen, um mit einem "Baaaahhh" und dem Anschalten der Taschenlampe erschreckt zu werden. Aber was soll es, wenn die zwei daran eben ihre Freude haben...

Jede Ritze und jede dunkle Nische in unserem Haus wird seit der Taschenlampenmanie untersucht und durchleuchtet, keine Spinnwebe und kein Staubkorn ist in den dunklen Ecken mehr vor einer Entdeckung sicher. Und besonders gerne heißt es dann.... "Mami, da ist es aber dreckig!"

Um das Taschenlampenereignis perfekt zu machen, unternehmen wir neuerdings am Wochenende auch Nachtwanderungen mit den Kindern. Man muss nur wissen wie - und schon gehen die Kinder freiwillig spazieren.

Dienstag, 23. März 2010

Schöne Bilder für die Wand

Letzens machte ich mich gemeinsam mit meinen Kindern daran, unsere Wohnung ein wenig zu verschönern. Weil unsere Räume alle ein wenig kahl aussahen, machten wir uns auf dem Weg um schöne Bilder für die Wand zu kaufen.

Jeder von uns hatte schon genaue Vorstellungen, wie das gewünschte Bild für das eigene Zimmer aussehen sollte. Ich selbst wollte unbedingt ein Bild von der Karibik, da es immer schon mein Traum war, dort einmal in den Urlaub zu reisen.

Wir liefen durch die ganze Stadt auf der Suche nach den gewünschten Bildern. Als wir auch nach mehreren Stunden nicht das Passende gefunden hatten, kam mir eine spontane Idee. Ich ging mit meinen Töchtern zu einem Fotografen und ließ dort einige schöne Fotos knipsen, die später unsere Wände verschönern werden. Da meine Kinder an diesem Tag auch besonders schön hergerichtet waren, hatten wir am Ende doch noch schöne Bilder für die Wand gefunden.

Sonntag, 28. Februar 2010

Attraktive Modetrends

Als Mutter von zwei Mädchen im Alter von 13 und 15 Jahren muss ich mich zwangsläufig mit den aktuellen Modetrends auseinandersetzen.

Grundsätzlich habe ich ja nichts dagegen, wenn man sich ein wenig freizügiger anzieht. Wenn ich überlege in welche Richtung sich die Modetrends in den letzten Jahren entwickelt haben, mache ich mir da schon meine Gedanken.

Es genügt mir eigentlich schon, wenn ich mal durch die Stadt spaziere und mir angucke, wie sich manche Mädchen aufstylen. Zunächst dachte ich, dass sei die schlechte Erziehung der Eltern. Nachdem ich mich allerdings einmal in den Kleidergeschäften umsah, musste ich mit Schrecken feststellen, dass von Jahr zu Jahr die Röcke immer kürzer und die Ausschnitte immer tiefer werden.

Ich frage mich wirklich, wo das noch hinführen soll. Wird es vielleicht in einigen Jahren modern, nur noch in Unterwäsche aus dem Haus zu gehen? Wie auch immer, ich bin sehr froh, dass meine Töchter sehr vernünftig sind und sich nicht diesen stillosen Modetrends anschließen.

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